Der Idiot von Fjodor M. Dostojewskij
„Ende November, bei Tauwetter, gegen neun Uhr morgens, nähert sich ein Zug der Petersburg-Warschauer-Eisenbahnlinie mit Volldampf Petersburg.“ So beginnt Dostojewskijs Roman „Der Idiot“. In diesem Zug in einem Waggon dritter Klasse kommt es gleich zu Beginn der Geschichte zu einer schicksalshaften Begegnung. Der verarmte und kränkliche Fürst Lew Myschkin kehrt nach einem lange Kuraufenthalt in der Schweiz zurück in seine Heimat. Im Zug macht er die zufällige Bekanntschaft mit Parfjon Rogoschin, einem raubeinigen Lebemann, dem sein kürzlich verstorbener Vater eine größere Erbschaft hinterlassen hat. Rogoschin erzählt Fürst Myschkin von seiner leidenschaftlichen Liebe zu Nastassja Filippowna, einer „gefallenen“ russischen Schönheit. Im ersten Kapitel führt Dostojewskij somit gleich die drei Hauptfiguren ein, deren Geschichten sich im Laufe des Romans immer verhängnisvoller miteinander verstricken bis es auf den letzten Seiten des Buches zu einer großen Tragödie kommt.
Fürst Lew Myschkin ist der Protagonist des Romans. Er ist gutmütig, großherzig, vertrauensvoll und stets bereit jede Untat gegen ihn zu vergeben. Er ist die literarische Personifizierung eines Menschen der nur das Gute für seine Mitmenschen will. Aus Mitleid verliebt sich Fürst Myschkin in Nastassia Filippowna. Dies bringt ihn unweigerlich auf Konfrontationskurs mit seinem Antagonisten Rogoschin und einer Vielzahl anderer Personen. Nastassja Fillippowna aber ist eine höchst wankelmütige Person, die sich für keinen der beiden Kontrahenten entscheiden kann. Immer wieder stimmt Nastassja der Hochzeit mit einem der beiden zu, um dann im letzten Moment wieder davonzulaufen. Mehr und mehr Personen drängen sich in das Leben des Fürsten mit teilweise sehr eigennützigen Absichten. In seiner Naivität wird der Fürst immer wieder hintergangen, ausgenützt und ausgelacht. Fürst Myschkin verliert mehr und mehr die Kontrolle über sein eigenes Leben und ist unfähig die sich ankündigende Tragödie zu verhindern. Schlussendlich endet der Fürst wieder als „Idiot“ in einer schweizer Heilanstalt.
Wie in allen großen Romanen Dostojewskijs gibt es auch in „Der Idiot“ eine Vielzahl an schillernden Charakteren. Dostojewskij gelingt es meisterhaft seine Figuren vor allem durch ihre Redeweise psychologisch stringent und plastisch darzustellen. In ihrer Exzentrizität sind Dostojewskijs Figuren liebenswert und manche, wie der lebensmüde Ippolit oder der kriecherische Beamte Lebedjew höchst amüsant. In vielen mitreißenden Dialogen behandelt Dostojewskij die großen Themen seiner Zeit wie Nihilismus, Sozialismus, technologischer Fortschritt, Todesstrafe und russische Orthodoxie. Zu empfehlen ist die Übersetzung von Swetlana Geier.
Fürst Lew Myschkin ist der Protagonist des Romans. Er ist gutmütig, großherzig, vertrauensvoll und stets bereit jede Untat gegen ihn zu vergeben. Er ist die literarische Personifizierung eines Menschen der nur das Gute für seine Mitmenschen will. Aus Mitleid verliebt sich Fürst Myschkin in Nastassia Filippowna. Dies bringt ihn unweigerlich auf Konfrontationskurs mit seinem Antagonisten Rogoschin und einer Vielzahl anderer Personen. Nastassja Fillippowna aber ist eine höchst wankelmütige Person, die sich für keinen der beiden Kontrahenten entscheiden kann. Immer wieder stimmt Nastassja der Hochzeit mit einem der beiden zu, um dann im letzten Moment wieder davonzulaufen. Mehr und mehr Personen drängen sich in das Leben des Fürsten mit teilweise sehr eigennützigen Absichten. In seiner Naivität wird der Fürst immer wieder hintergangen, ausgenützt und ausgelacht. Fürst Myschkin verliert mehr und mehr die Kontrolle über sein eigenes Leben und ist unfähig die sich ankündigende Tragödie zu verhindern. Schlussendlich endet der Fürst wieder als „Idiot“ in einer schweizer Heilanstalt.
Wie in allen großen Romanen Dostojewskijs gibt es auch in „Der Idiot“ eine Vielzahl an schillernden Charakteren. Dostojewskij gelingt es meisterhaft seine Figuren vor allem durch ihre Redeweise psychologisch stringent und plastisch darzustellen. In ihrer Exzentrizität sind Dostojewskijs Figuren liebenswert und manche, wie der lebensmüde Ippolit oder der kriecherische Beamte Lebedjew höchst amüsant. In vielen mitreißenden Dialogen behandelt Dostojewskij die großen Themen seiner Zeit wie Nihilismus, Sozialismus, technologischer Fortschritt, Todesstrafe und russische Orthodoxie. Zu empfehlen ist die Übersetzung von Swetlana Geier.
robert moosbrugger - 23. Nov, 15:12





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